
Die Menschen hinter der Deubener Stiftung
Engagiert für Teilhabe und Zukunft – mit dem Ziel, Kindern und Jugendlichen Perspektiven zu geben. Ihre Arbeit öffnet Räume für Begegnung, Austausch und Teilhabe, wo Hindernisse überwunden werden müssen.

Unsere Namensgeberin Hildegard Deubener (1930–2023) war zeitlebens tiefgläubig. Mit ihrem Familienvermögen wollte sie armen und hilfsbedürftigen Kindern ein besseres Leben ermöglichen.
Hildegard Deubener wuchs mit ihrem Bruder in einer gutbürgerlichen Familie auf. Die ersten Jahre waren unbeschwert, doch der Zweite Weltkrieg veränderte alles. Das Familienhaus wurde zerstört, der Bruder fiel in Italien. Ein Verlust, der sie lebenslang prägte. Nach dem Krieg machte Hildegard Deubener ihr Abitur und absolvierte eine Ausbildung zur Bankkauffrau. Diesen Beruf übte sie bis zu ihrem Ruhestand aus.
Bescheiden und gläubig
Persönlich blieb Hildegard Deubener stets bescheiden und tief im christlichen Glauben verwurzelt. Gemeinsam mit ihrem Mann erhielt sie eine Einladung zur Audienz bei Papst Johannes Paul II., die bei ihr einen bleibenden Eindruck hinterließ. In einigen Punkten stand sie der Kirche jedoch auch kritisch gegenüber. Besonders verwerflich empfand sie die Skandale im Zusammenhang mit dem Missbrauch von Kindern im katholischen und im evangelischen Kirchenumfeld.


Eine große Idee
1977 heiratete sie Mario Pierobon. Der ehemalige Priester aus Norditalien gab seine Berufung auf, um mit Hildegard zusammenleben zu können. Mario Pierobon studierte Philosophie in Bielefeld und promovierte auch in diesem Fach. Gemeinsam führten sie ein Leben ohne eigene Kinder, aber mit einer großen Idee: das gesamte Familienvermögen sollte benachteiligten Kindern zugutekommen. Die Entscheidung wurde testamentarisch verfügt. Der Stiftung obliegt es nun, die Mittel im Sinne der Stifterin einzusetzen.
Das gemeinsame Vermächtnis
2023 verstarb Hildegard Deubener im Alter von 92 Jahren. Sie wurde auf dem Sennefriedhof in Bielefeld beigesetzt. Mario Pierobon folgte ihr nur wenige Monate später und fand seine letzte Ruhestätte in seiner italienischen Heimatgemeinde Ponte nelle Alpi in Venetien. Ihr gemeinsames Vermächtnis lebt in der Arbeit der Deubener Stiftung weiter.

Stiftungsvorstand
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Dr. Jan-Frederik Hellmann
Dr. Jan-Frederik Hellmann
ist Rechtsanwalt und Notar in Bielefeld und seit vielen Jahren im Stiftungs-, Adoptions-, Familien- und Erbrecht tätig. Seine juristische Ausbildung ergänzte er durch einen Masterabschluss in internationalem Recht. Promoviert hat er im Umwelt- und Verfassungsrecht zu Fragen der Nachhaltigkeit und Generationengerechtigkeit – Themen, die ihn bis heute begleiten und seine Perspektive auf die gesellschaftliche Verantwortung prägen. Neben seinem Engagement für die Deubener Stiftung gehört er dem Stiftungsrat der liechtensteinischen Pahl Peace Prize Foundation an. Sie zeichnet Persönlichkeiten aus, die sich in besonderem Maße für den Weltfrieden eingesetzt haben. Dr. Hellmann lebt mit seiner Ehefrau und seinen drei Kindern in Bielefeld.
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Prof. Dr. Michaela Vogt
Prof. Dr. Michaela Vogt
ist Professorin für Inklusive Pädagogik an der Universität Bielefeld. Als gewählte Prorektorin für Internationales, Diversität und Gesellschaft ist sie maßgeblich an der Weiterentwicklung einer inklusionsorientierten Hochschulkultur beteiligt. Über ihre wissenschaftliche Tätigkeit hinaus engagiert sie sich in mehreren Vereinen und Initiativen, darunter als Vorstandsmitglied von Ny Hary, ViSiB, der Universitätsgesellschaft Bielefeld und ProBielefeld. Zudem engagiert sie sich seit vielen Jahren im Bereich Bildung, Teilhabe und Chancengleichheit.
Michaela Vogt lebt seit 2018 mit ihrer Familie in Bielefeld. Sie ist in zweiter Ehe verheiratet und Mutter von drei Kindern. -

Jürgen Cronberg
Jürgen Cronberg
ist Bankkaufmann und Wertpapierspezialist. Bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2020 war er viele Jahre im Private Banking und in der Vermögensverwaltung tätig. Nach seiner Ausbildung bei der Dresdner Bank bildete er sich kontinuierlich zum Experten für komplexe Vermögensstrukturen weiter. Danach übernahm er mehrere leitende Funktionen – unter anderem bei der Bankhaus Lampe KG. Zuletzt leitete er den Bereich Private Banking des Bankvereins Werther in Bielefeld. Anerkannte Zusatzqualifikationen ergänzen seine Berufserfahrung – darunter die Zertifizierung als Vermögensmanager an der HfB Business School of Finance & Management sowie als Stiftungsmanager an der Akademie des Genossenschaftlichen Bereiches. Heute widmet sich Jürgen Cronberg ehrenamtlichen Aufgaben und bringt seine Expertise verantwortungsvoll in die Arbeit der Deubener Stiftung ein.
Stiftungsbeirat
Petra Micke
ist gelernte Betriebswirtin. Seit über zehn Jahren begleitet sie in der ambulanten Pflege Familien in herausfordernden Lebenssituationen. Zuvor war sie mehrere Jahre als nichttheologische Krankenhausseelsorgerin tätig und leitete in dieser Funktion die Evangelische Krankenhaushilfe in Gilead I. Durch ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in verschiedenen Vereinen sowie ihr Engagement im schulischen Bereich verfügt sie über breite Erfahrung in Fragen der Inklusion und Teilhabe. Persönlich ist ihr dieser Bereich besonders vertraut: Sie lebt mit ihrer Familie und ihren drei Kindern – darunter ein Kind mit besonderen Bedarfen – in der Bielefelder Innenstadt. Zu der Stifterin und deren Ehemann verband sie über viele Jahre ein enges, vertrauensvolles Verhältnis, das ihre Arbeit für die Stiftung bis heute prägt.
Norman Wierz
ist seit 2009 als Rechtsanwalt tätig. Zuvor verfügte er bereits über umfassende Erfahrung als Gründer, Geschäftsführer und Unternehmensberater. In seiner juristischen Laufbahn durchlief er die Stationen von Anwalt über den Justiziar bis hin zum kirchlichen Juristen – stets mit Schwerpunkt im Vertrags- und IT-Recht. In den vergangenen Jahren erweiterte er seine Tätigkeit um die Bereiche Compliance sowie die Beratung von Non-Profit-Organisationen, insbesondere im Stiftungs- und Vereinsrecht. Sein langjähriges Engagement gilt der Inklusion, der Prävention und der Förderung von Chancengleichheit. Seit der Geburt seiner Kinder setzt er sich verstärkt für die Belange junger Menschen ein und engagiert sich als Mitglied des Jugendhilfeausschusses der Stadt Bielefeld sowie als Vorstandsmitglied des Jugendamtselternbeirats. Mit seinem fachlichen Hintergrund und seinem gesellschaftlichen Engagement bringt er beständig Impulse für eine inklusive und gerechte Stadtgesellschaft ein. Er lebt mit seiner Familie in Bielefeld.
Jürgen Cronberg
ist zusätzlich zu seiner Vorstandstätigkeit im Beirat vertreten.
Weitere Informationen siehe oben.
Expert*innen
Lars Hofnagel
ist seit 2000 katholischer Priester des Erzbistums Paderborn und seit 2013 tätig in Bielefeld als Studierendenpfarrer der Katholischen Hochschulgemeinde sowie als Pastor in der hiesigen Gemeindeseelsorge rund um St. Jodokus. Nach dem Abitur und einer Ausbildung zum Industriekaufmann absolvierte Lars Hofnagel sein Studium der Philosophie und Theologie in Paderborn und München. Seit seiner Kindheit ist er Pfadfinder in der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG). Als Leiter vor Ort in seiner Geburtsstadt Hagen i. W. und auch später als Diözesanseelsorger im Vorstand auf der Ebene des Erzbistums konnte er mit dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche darin gestärkt und befähigt werden, an Bildung und Gesellschaft zu partizipieren. Mit diesem währenden Anliegen unterstützt Pastor Hofnagel die Arbeit der Stiftung.
Ulrike Bülter
blickt auf eine jahrzehntelange Tätigkeit im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Verbands- und Kommunalarbeit zurück. Schon während ihres Studiums der Sozialarbeit im westfälischen Münster entschied sie sich, ihr berufliches Leben für Kinder, Jugendliche und ihre Familien auszurichten. Aus heutiger Perspektive und den vielen Erfahrungen, die sie in ihren Beschäftigungen in verschiedenen Bundesländern und im Stadtstaat Hamburg machen durfte, sagt sie:“ Kinder brauchen eine systemische Unterstützung und damit verbunden eine starke Lobby.“
Als Amtsleiterin des Bielefelder Amtes für Jugend und Familie – Jugendamt verantwortet sie seit vier Jahren zentrale sozialpolitische Projekte, darunter den Ausbau von Kita-Plätzen, Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel in der Pflege/Erziehung sowie die Einrichtung innovativer Hilfsangebote. Gemeinsam mit anderen in Bielefeld tätigen Akteur*innen bewirkt sie in einem konzertierten Zusammenspiel für Kinder und Jugendliche deren Teilhabe an Bildung und der Stadtgesellschaft.
Anja Böllhoff
ist Diplom-Kauffrau. Ihr beruflicher Weg führte sie 1994 über das Spendenmarketing für die Caritas der Diözese Linz in Österreich in den gemeinnützigen Sektor. Aus dieser beruflichen Aufgabe entwickelte sich eine persönliche Überzeugung, die sie bis heute leitet: Wie können wir Menschen dafür begeistern, Gutes zu tun und Verantwortung für die Gesellschaft zu übernehmen?
Seit ihrem Umzug nach Bielefeld im Jahr 1996 gestaltet sie das Gemeinwesen vor Ort aktiv mit. Prägend waren insbesondere die Jahre bei der Bielefelder Bürgerstiftung, die sie 2002 mitgründete und als Vorstandsvorsitzende über 13 Jahre mit großem Engagement aufbaute und begleitete.
Ihre Überzeugung, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt dort wächst, wo Menschen Verantwortung für ihr Umfeld übernehmen, trug sie anschließend auf die europäische Ebene: Von 2016 bis 2024 engagierte sie sich für den Bundesverband Deutscher Stiftungen beim Aufbau eines europaweiten Netzwerks für Bürgerstiftungen in 26 Ländern.
Mit dem Engagement in der familieneigenen Stiftung kehrte sie 2022 auf die lokale Ebene zurück. Seitdem leitet sie als Vorstandsvorsitzende die Wolfgang und Regina Böllhoff Stiftung, die sich mit eigenen operativen Programmen für mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung einsetzt. Darüber hinaus engagiert sich Anja Böllhoff ehrenamtlich in fünf weiteren Stiftungsgremien. Ihr Anliegen ist es, Erfahrungen weiterzugeben, Menschen und Ideen miteinander zu verbinden und gesellschaftliche Verantwortung gemeinsam zu gestalten.
Anja Böllhoff lebt mit ihrer Familie in Bielefeld, ist verheiratet und Mutter von drei erwachsenen Kindern.